24.02.2010

Ambulant betreutes Wohnen - Teil 3

„Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen!" - Hermann Gmeiner

Diese Worte Hermann Gmeiners treffen voll auf die Aktionen zu, die vor und nach der Eröffnung unseres Ambulant betreuten Wohnens im damaligen Kreis Flöha vonstatten- gingen.

Die „Freie Presse „führte in dieser Zeit eine Leser-Aktion durch, „Leser helfen“, in die das Ambulant betreute Wohnen mit einbezogen wurde. (siehe Foto )

Es war einfach toll, wie viele Leser, teils Oederaner, teils Leser aus anderen Orten, sich an dieser Aktion beteiligten. Die Nachrichten darüber zogen sich wie ein „blauer Faden“ täglich durch die Zeitung. Man konnte es kaum erwarten, bis diese erschien, um nachzusehen, wer was für unser Haus gespendet hatte. Völlig fremde Menschen taten Gutes für die Bewohner unserer Einrichtung. Und nicht nur diese, auch wir alle staunten und freuten uns über die große Beteiligung.

Alle freuten sich genauso über Sachgeschenke, wie Bettwäsche von Ilona Tauscher, Küchenteile von Monika Haubold, eine Badgarnitur von Frau Gundram, eine Wohnzimmerlampe von Heike Thomas, Monika Eckhart aus Breitenau entschloss sich spontan, einen Teppich und Gardinen zur Verfügung zu stellen, Familie Klausnitzer spendete einen Bosch-Herd, Frau Reichelt einen Schrank, Rita Hillmann eine Flurgarderobe und Frau Gamm Couch, Schränke und Stühle.

Aber ebenso viele Leser aus anderen Orten zeigen ihre Hilfsbereitschaft, so Herr Wolf aus Eppendorf ,er spendete Möbel und Geschirr, Familie Katschner aus Flöha einen Kühlschrank und Familie Walter aus Niederwiesa einen Teppich.

Handarbeiten für behagliches Wohnen übergaben Vertreterinnen der Erzgebirgischen Frauenwerkstatt aus Erdmannsdorf. Annerose Klinger und Sigrid Langner , bepackt mit Kartons, brachten Tischläufer, Platzdeckchen und Kissen, die 15 Frauen in der Werkstatt für kreatives Gestalten in Fleißarbeit angefertigt hatten. “Auch wir wollen die Spendenaktion der „Freien Presse“ unterstützen und einen kleinen Beitrag zur Verschönerung der Lebensqualität im Heim leisten „,Herr Kloß aus Breitenau spendete einen Karton voller wertvoller Werbegeschenke, wie kleine Radios, Büchsenöffner usw. ,Sieben Grün – und Blühpflanzen spendete die Augustusburger Gärtnerei Lange, „komplett mit Übertopf, damit`s ordentlich aussieht“ sagte Chefin Karin Weißbach. Familie Rammelt aus Augustusburg spendete ein Farbfernsehgerät und einen Kühlschrank, eine mollige Bettdecke Hans Steinert aus Flöha. Dank der großzügigen Bereitstellung des LKW durch den Getränkehandel Franke aus Oederan konnten in den vergangenen Tagen viele Möbel und Kleinmöbel ins AbW transportiert werden. Sogar ein Schaukelstuhl war dabei.

Die Ratiomat Einbauküchen GmbH stellte schnell die versprochenen Küchenmöbel zur Verfügung. Und da Weihnachten vor der Tür stand, brachte Urte Reißmann vom „Scherbel-Eck“ einen großen Beutel mit Weihnachtsbaumschmuck vorbei. Die Oederaner Firma Trommler spendete einen Kassettenrecorder und 300,-DM zu einem Fernseher, Radio-Röder aus Niederwiesa ein Lego-Spiel. Mit 250,-DM beteiligte sich das Autohaus Käppler aus Großwaltersdorf an der Aktion, „Freie Presse“-Mitarbeiter Knut Berger spendete von seinem Honorar 100,-DM, einen Gutschein über 250,-DM übergab Stadträtin Edeltraud Schellig zur Eröffnung des Ambulant betreuten Wohnens und CDU-Landtagsabgeordneter Gottfried Teubner beteiligte sich ebenfalls mit 250,-DM. Er wisse durch seine Abgeordnetentätigkeit, so sagte er gegenüber der Freien Presse, da er die sozialen Probleme vieler Menschen genau kenne, dass es sehr wichtig ist, gerade den von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen schnell unter die Arme zu greifen.

Für das AbW zu spenden , ist ihm eine Verpflichtung , erklärt Wolfgang Harbeck, Leiter der Aichelin Entwicklungszentrum und Aggregatebau GmbH Oederan und spendete 700,-DM.

Und während fleißige Spender und Helfer alles heranschaffen, haben die Verantwortlichen des AbW mit den Bewohnern viel zu tun, um alles an Ort und Stelle zu bringen. Es wird alles wohlüberlegt verteilt. Keiner kommt zu kurz. Die Freude ist natürlich groß. Zur gleichen Zeit beginnt aber auch die verantwortungsvolle Tätigkeit aller Beteiligten des AbW, seien es die Verantwortlichen der Stadtverwaltung oder die Personen im AbW, die für die Betreuung verantwortlich sind, besonders die Betreuerin, Frau Annelie Forker (jetzt Nimser ), während die neuen Bewohner ihr neues Zuhause genießen, vielleicht sogar auch das erst lernen müssen, begann bereits die Arbeit mit ihnen, ohne dass sie es merkten.

Und während noch weitere Spenden anrollen werden, beginnen wir , unsere Verpflichtung, diesen Menschen zu helfen , wieder in ein normales Leben zurückzufinden, einzulösen.

Teil 4 folgt

Eingetragen von Helga Spielhaus

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