06.01.2010

Metall-Riesen aus Falkenau - Schwibbögen mal anders

Die Weihnachtszeit beginnt in der Firma MAG-Metallverarbeitung, Axel Grunert nicht am ersten Advent, sondern im Frühjahr. Dann produziert das Falkenauer Unternehmen die ersten großen Schwibbögen aus Metall.

Bis zwölf Meter breit können die Giganten werden. Noch Größere wären dann nicht mehr, oder sehr aufwendig transportabel. Statt mit Laubsäge und Holz arbeitet die Firma bei der Herstellung von Schwibbögen mit Plasmaschneidanlage, Stahlblech und Computer.

Die Idee für den metallischen Weihnachtsschmuck hatte Karl-Heinz Grunert, der Vater von Max Grunert. Als alteingesessener Schmiedemeister, der noch heute auf den Amboss haut, baute er sich vor etwa zehn Jahren einen solchen Schwibbogen aus Metall für seinen eigenen Garten.

Danach bekam er laufend Anfragen, von Leuten die ihn gesehen hatten und nun selbst so einen besitzen wollten. Und so nahm Juniorchef, Axel Grunert diese in seine Produktion auf. Die Herstellung begann in reiner Handarbeit.

Nachdem Axel Grunert die Firma MAG gründete, wurde das Sortiment mit modernster computergesteuerter Technik im Betriebssitz in der ehemaligen Baumwollspinnerei Falkenau gefertigt.

Die meisten Modelle des Schwibbogens werden in den Größen zwischen einem und drei Metern verkauft. Die Ausführungen sind verzinkt oder pulverbeschichtet, in typisch erzgebirgischen Stil oder auch nach jeder anderen, selbstmitgebrachten Vorlage. Technisch ist fast alles möglich, doch Sondermotive haben natürlich ihren Preis.

Die Produktion der Schwibbögen ist allerdings nur ein Nebenerwerb. Auf rund 2300 m² ist der Betrieb im Stahlbau aktiv und stellt unter anderem Bleche für Regaltraversen und Flansche her. Mit neun Mitarbeitern montiert Axel Grunert bundesweit Balkone, Geländer, Zäune und Tore.

Eingetragen von Belinda Berger