13.12.2007

3 Tage reges Treiben auf Oederaner Weihnachtsmarkt - historischer Stadtrundgang mit Stadtdiener Roland

Trotz des durchwachsenen Wetters hat auf dem Oederaner Weihnachtsmarkt an allen drei Tagen reges Treiben geherrscht. Eine Bastelwerkstatt im Webmuseum lud neben allerlei lukullischen Genüssen und Geschenkangeboten zum Besuch ein.
So hatte sich die sechsjährige Elisabeth aus Freiberg an eine der etwa 100 Jahre alten hölzernen Fadenkreuzer gesetzt und mit viel Geschick aus Kett- und Schussfäden ein kleines Webstück gefertigt. Wer den Stand des Niederwiesaer Malers Lichtblau aufsuchte, musste sich zuerst die Hände waschen. Denn: Aus Marzipan waren kleine Engel zu formen. Die sechsjährige Jessica Lotze aus Chemnitz entschied sich indes, aus der süßen, weichen Masse einen beflügelten Schneemann zu formen. "Der Markt ist klein und heimelig. In der Großstadt kann man vor Menschenmassen gar nicht treten", sagte Mutter Antje Lotze. Die Qual der Wahl hatte Eleonore Seidel aus Langenau. Die Keramikartikel von Ute Schlicke aus Waldenburg hatten es ihr angetan.
Besonders begehrt waren die leckeren Köstlichkeiten an den verschiedenen Buden. Mit großem Appetit verputzte so der 13-jährige Ricky fünf Krapfen am Stand der Bäckerei Möbius. Nicht minder ließen sich Ingrid und Rolf Neubert im Café des Bürgersaals ihren Kaffee mit einem Schuss Rum zum Kuchen aus Stollenteig munden.

Am Haus am Klein-Erzgebirge lud Stadtdiener Roland, alias Frank Fiedler, am Samstagabend etwa 20 Interessierte zum historischen Stadtrundgang durch das weihnachtlich geschmückte Städtchen ein. Auf dem Weg über dem Ehrenzug durch die Unterstadt, an der Kirche vorbei, hinauf zum Markt war einiges über die Historie, gewürzt mit einer kleinen Anekdote, zu erfahren. So zum Beispiel von der Pfändung der Stadt im Jahr 1286, weil die Obrigen über ihre Verhältnisse gelebt hatten. Der Stadtdiener sprach über die noch heute vorhandenen Schlusssteine an den Hauseingängen. Die Gäste erfuhren auch, wie damals mit so genannten durchgängig angelegten Gassen Abgaben zu sparen waren. Außerdem sprach er über die insgesamt 64 verschiedenen Schreibweisen von Oederan. "Weil man von der näheren Umgebung oft so wenig weiß", deshalb hatten sich Kathrin und Gerald Schulze aus Gahlenz dem Trüppchen angeschlossen. Sie fanden es besonders reizvoll, auch mal einen Blick in die schön gestalteten Hinterhöfe zu werfen. "Man erfährt äußerst aufschlussreich so einiges aus der Vergangenheit", sagte Petra Eller aus Chemnitz. Rudi Krämer aus Oederan bestätigte das.

Eingetragen von KKL (aus Internet)