02.05.2009

Eine Stadt lässt sich an der Nase herumführen - Drichelt trickst weiter

Oederan erlebt derzeit eine Personalityshow der besonderen Art. Horst Drichelt hat das Rettungsangebot der Stadt zur Vermeidung der Insolvenz seiner GmbH abgelehnt.

Die Show hat den Titel "Rettet das Klein-Erzgebirge". Das Ziel der Show heißt jedoch, wie rette ich meine GmbH.

Die "Erzgebirgs-Miniaturschau Oederan GmbH" ist Betreiber des Klein-Erzgebirges und Besitzer des Hauses am Klein-Erzgebirge. Gesellschafter sind Horst Drichelt und Dieter Wiebigke mit je 35% Beteiligung und der Verein Klein Erzgebirge e. V. mit 30% Beteiligung. Vorsitzender des Vereins ist Horst Drichelt. Damit vertritt er 65% der GmbH. Außerdem ist er alleiniger Geschäftsführer der GmbH. Das Klein-Erzgebirge ist damit die Ein-Mann-Veranstaltung Drichelt.

Die GmbH verfügt über die Einnahmen aus dem Betrieb der Miniaturausstellung von rund 500.000 Euro jährlich. Darin enthalten sind Spenden von Paten und Zuschüsse der Stadt, zuletzt 30.000 Euro gegen die Insolvenz.

Zusätzliche Finanzmittel stehen der GmbH zur Verfügung, da die Stadt auf die Pacht für das Ausstellungsgelände verzichtet. Dazu gab es Kreditnachlässe der Kreissparkasse und den Verzicht der Stadt auf Kreditrückzahlungen und auf die Stellplatzablösegebühr für die Gaststätte.

Was Herr Drichelt mit dem Geld macht, hat er bis heute nicht offen gelegt, auch nicht gegenüber den Stadtverantwortlichen und den Paten.

Ende 2008 wollte Herr Drichelt einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro von der Stadt, um die Insolvenz zu vermeiden. Die Stadtverantwortlichen haben ein Lösungspaket mit der Kauf der Miniaturen geschnürt, um die Insolvenz abzuwenden.

Vier Monate später benötigt Herr Drichelt keine Unterstützung mehr. Hat sich Herr Drichelt über den Winter, während die Ausstellung geschlossen ist, saniert? Oder hat er alle belogen?

Erstaunlicher Weise findet Herr Drichelt immer wieder prominente Helfer. Dazu zählt auch Landrat Uhlig, der zusammen mit Herrn Drichelt Motorradtouren macht. Der Landrat hatte beim jüngsten Besuch im Klein-Erzgebirge laut Freie Presse Herrn Drichelt gesagt, dass die Ausstellung unbezahlbar sei. Was wollte Landrat Uhlig damit sagen? Einer Anfrage der Web-Nachrichten im Februar zur Situation im Klein-Erzgebirge ist Herr Uhlig bisher nicht nachgekommen. Weiß er mehr über die wirkliche Situation der GmbH? Zudem sitzt Herr Uhlig als Landrat in dem Ausschuss der Kreissparkasse Freiberg, der die Kredite für die GmbH genehmigt.

Herr Drichelt stellt immer wieder den kulturellen und touristischen Wert der Miniaturanlage für Oederan heraus. Dem stimmen die Oederaner zu. Aber ist die Anlage bei einer Privatperson, die dafür viele Subventionen kassiert, besser aufgehoben als bei der Stadt?

Gleichzeitig verhindert Herr Drichelt, dass es eine ganzheitliche touristische Werbung für Oederan gibt und die Kaufkraft der Touristen Oederan zu Gute kommt.

Die Oederaner stehen mit Recht zum Klein-Erzgebirge. Seit 1909 hat ein Verein ein überregional angesehenes Kulturgut geschaffen. Die letzten Jahre hat ein Vereinsvorsitzender und Geschäftsführer in Personalunion das Kulturgut zu seinem persönlichen Besitz gemacht. Da er mit den Einnahmen aus dem Betrieb nicht klar kommt, verschafft er sich unter dem Mantel der kulturellen Aufopferung viele öffentliche Gelder für seine GmbH. Was er damit macht, will er nicht offen legen.

Oederan hat kein Problem "Klein-Erzgebirge", Oederan hat ein Problem "Drichelt".

Eingetragen von Klaus Klein

Kommentare

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Erich H. - 09.05.2009 - 10:45

Re:

Geschrieben von Hans T. am 07.05.2009 - 17:25

ich bin ein großer freund der netzdemokratie und der damit verbundenen möglichkeit für jeden seine ...

Recht so! Nicht autorisierte meinungen schaden der einheitsbildung und sind zu unterbinden. Die verwendung öffentlicher gelder kontrollieren nur hoheitliche organe.
Teuere argumente gibt der zentralo vor. kampf dem netz!

antworten

Hans T. - 07.05.2009 - 17:25

ich bin ein großer freund der netzdemokratie und der damit verbundenen möglichkeit für jeden seine meinung öffentlich kund tun zu dürfen. daß dies jedoch nicht immer qualität hat ist an ihrem artikel gut ersichtlich. ich gehe davon aus, daß es ihnen nicht bewusst ist - mit derart billiger polemik schaden sie nicht nur einem unternehmen, sondern auch einer kulturellen einrichtung, dem ansehen ihrer stadt und nicht zuletzt sich selbst.