11.09.2008

Imposante Zeugnisse der Zeit und Architektur

Färberei Trübenbach ein Familienbetrieb in mehreren Generationen

Gustav Leberecht Trübenbach, aus Mittweida, übernahm im Jahre 1825 die Färberei am Markt 3 in Oederan. Und somit begann das Handwerk mit einer über 100-jährigen Familiengeschichte.

Nach 30 Jahren wurde der älteste Sohn Robert sein Nachfolger. Nachdem er seinen Meisterbrief erhalten hatte, verlagerte er die Färberei in die Enge Gasse 12. Insbesondere der berühmte, waschechte Blaudruck brachte dem Unternehmen, auch über die heimatlichen Grenzen, seinen guten Namen.

Ein weiterer Trübenbach stieg 1901 in das Familienunternehmen ein, leitete es und festigte das Unternehmen. Nach seinem Tod 1925, übernahm seine Ehefrau Anna Trübenbach die Leitung der Firma. Neben der Veredlung von Baumwolle, Kunstseide, Leinen oder Jute, und dem Einfärben von Kleidungsstücken gründete sie ein Schnitt- und Weißwarengeschäft. Zu dieser Zeit standen etwa 10 Beschäftigte in Lohn und Brot des Familienunternehmens.

1933 gründete ihr Sohn, Otto eine OHG und nach dem Tod seiner Mutter übernahm er ihr Erbe. Sein Wunsch, dass sein Sohn, dann in fünfter Generation, das Familienunternehmen weiterführen werde, erfüllte sich leider nicht.

1971 wurde die Firma geschlossen und bis zum heutigen Tage steht sie als Industriebrache in der denkmalgeschützten Oederaner Innenstadt. Ein Antrag der Rückübertragung an die beiden Söhne von Otto Trübenbach wurde abgelehnt. Die Kommune übergab das Objekt der Stadt- und Wohnungsverwaltungsgesellschaft. Eine zeitnahe Sanierung ist vorgesehen und in der ehemaligen Färberei Trübenbach sollen dann moderne Wohnungen entstehen.

Eingetragen von Belinda Berger