10.05.2014

Die CDU will gestalten - Viel wünsch Dir was, kein Lösungsweg.

Die bisherigen Stadträte haben es verkackt und haben es nicht verdient, wiedergewählt zu werden. Warum? Lesen Sie hier.

Die CDU will die Stadt gestalten. Man war fleißig: 32 Punkte für die Stadt und 18 Punkte für die Dörfer stehen auf dem Wahlplakat.

Das Programm ist voll von Schaffen, Einrichten, Sichern, Unterstützen, Anpassen, Fördern, Sanieren ... alles Wohltaten, die Geld kosten - eine Wünsch-Dir-was-Liste für Oederaner.

Zweimal will man verhindern: Windräder und Photovoltaik auf'm Acker.

Eine Darstellung der Themen, die für die Zukunft der Stadt entscheidend sind, fehlt:
Oederan verliert jedes Jahr 2 Prozent der Einwohner, am Markt schließen die Geschäft in immer schnellerem Tempo. Die Innenstadt ist bald eine Geisterstadt.

Ist sich die Oederaner CDU dessen bewußt? Die Themenliste verrät das nicht. Mit schönen Sätzen, wie "touristische Vielfalt entwickeln ... ", aktiv neue Einwohner gewinnen ..." und Gewerbegebiete weiterentwickeln" lässt sich das nicht stemmen. Nach Gegensteuern klingt das nicht.

Und auch ein Lernen aus der letzten Ratsperiode ist nicht zu erkennen.
Die Vorlagen des Bürgermeisters wurden in den letzten 5 Jahren immer flink durchgewunken. Und die Zukunft wurde in großen Schritten vergeigt.

Ein Satz wie "Wir wollen es anders machen" hätte Hoffnung gemacht.

Schauen wir uns das Programm noch näher an.

1. Jeder und alles wird bedient. Ein Beispiel die Feuerwehr: Sie kommt allein 3 Mal im Programm vor.
Die Stadt Oederan mit den eingemeindeten Orten besitzt 11 Feuerwehren; nur 3 - 4 davon sind am Tage einsatzbereit, In Summe kosten die Feuerwehren der Stadt eine Menge Geld. Dieses Problem kennt jeder, aber keiner traut sich ran. Jetzt will man in Wingendorf (ca. 200 Einwohner) sogar noch ein neues Gerätehaus bauen!

2. Wie will die CDU die Innenstadt als Handels- und Dienstleistungszentrum sichern, wenn alle bisherigen CDU Stadträte der Verlagerung von EDEKA an den Stadtrand zugestimmt haben.
Fünf dieser Stadträte kandidieren erneut. Wollen diese jetzt Ihre Meinung ändern und die Innenstadt retten?
Und wieso "sichern"? Die Innenstadt ist kurz vor dem Kippen. Da hilft nur noch eine Ochsentour, wenn überhaupt.

3. Wirtschaftsentwickung und -förderung ist kein Thema im Programm. Tourismus-entwicklung wird nicht als künftiger Wirschaftsfaktor gesehen, sondern ist mehr als Wunsch ausgedrückt.

4. Das Programm gleicht einem Straßenbauprogramm, vorrangig in den Dörfern. Das haben wohl die Dorffürsten in das Programm geschrieben. Bei denen ist Straßenbau offensichtlich der Himmel der Glückseligkeit.

5. Das gesamte Programm ist finanziell nicht untersetzt. Damit riecht es nach Blendwerk und Mogelpackung. Allein für das "Straßenbauprogramm" sind schätzungsweise 10 - 15 Mio EUR notwendig. Wo kommt das Geld her?

Fragen Sie die Kandidaten auf Ihrer Vorstellungstour, wie das alles zusammenpasst. Die Termine finden Sie in der Bildergalerie.

Fragen Sie die neuen Gesichter nach ihren Vorstellungen. Vielleicht gibt es Hoffnungsträger.
Die alten haben es verkackt und haben es nicht mehr verdient, wiedergewählt zu werden.

Klaus Klein

Eingetragen von KKL

Bildergalerie

Termin zum Fragen

Kommentare

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Peter Richter - 13.05.2014 - 08:08

Bin froh, das es die Seite gibt

Als erstes bin ich froh das es diese Seite wieder gibt.
Nun habe ich drei Wahlprogramme ins Haus bekommen und überall steht das selbe drin. Alle wollen die Innenstadt beleben und tun doch schon seit Jahren das Gegenteil. Das Zentrum braucht ist ein Magnet. Und das ist ein Anbieter mit Waren des täglichen bedarfs. Und dadurch können auch ander Geschäfte in der Innenstadt überleben. Aber Edeka an den Stadtrand anzusiedeln ist der falsche Weg. Ganz abgesehen davon, das die Freiberger Straße steil bergauf geht und die älteren Leute ohne Fahrzeug kaum mehr die Möglichkeit haben selbstbestimmt einkaufen zu gehen.
Da öffnet ein zweiter Handyladen in dieser Kleinstadt und das wird auf der Facebookseite als großer Erfolg gefeiert. Das braucht kein Mensch.
Bürotechnik Dannappel hat sein Spielzeugladen geschlossen und Schuhmuckel schließt im September. So wird die Stadt immer trostloser. Wer weiß was als nächster folgt.
Bei dem Wettbewerb "Ab in die Mitte" will die Stadt auch wieder mitmachen. "Einkaufserlebniss Innenstadt". Wenn es nicht so ernst währe würde ich mich totlachen.
Der Bürgermeister scheint in einer Parallelstadt Oederan zu leben. Anders kann ich es mir nicht erklären. Oder er hat die rosarote Brille auf. Die CDU und Freien Wähler wollen aus Oederan ein Dorf machen.
Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal nicht wählen gehen, weil es bei dieser Kommunalwahl keine wirkliche Partei gibt die sich gegen die Alleingänge des Bürgermeisters wehrt.