13.07.2013

CIMA, GMA und der Bürgermeister - 3 gegen Oederan

Wie haucht man einer Kleinstadt das Leben aus?

Ein Lehrbeispiel führt seit 2011 der Oederaner Bürgermeister Steffen Schneider auf. Er setzt alles dran, seiner Innenstadt den Todesstoß zu versetzen.

Eine Kleinstadt wie Oederan bekommt nur dann genügend Kunden in die Stadtmitte, wenn Magnetbetriebe da sind. Diese fehlen in Oederan; daher wird es immer stiller rund ums Rathaus. Die letzte Chance ist die Verlegung des Edeka-Marktes in die Innenstadt.

Bürgermeister Schneider versteht das nicht.

Schneider hat sich von Edeka überreden lassen, die Verlegung des Marktes an den Stadtrand sei besser. Für Edeka ist das auf jeden Fall besser und die Oederaner bekommen ein paar Warenregale mehr bei Edeka.

Aber was ist der Preis dafür? Die Innenstadt wird aussterben. Das Schließen von Geschäften und Gaststätten wird sich rasend ausweiten. Tote Innenstädte kann man in Deutschland viele besichtigen. Aber Bürgermeister Schneider hat es nicht mit dem Hinsehen. Er kungelt lieber mit Edeka.

Hinhören hätte schon gereicht. Sein Gutachter Dr. Bauer von der Beratungsfirma GMA hat dazu erläutert: „Ohne einen Magnetbetrieb in der Innenstadt hat der Handel der Oederaner Innenstadt keine Überlebenschance“. So antwortete Dr. Bauer im Jahre 2011 auf eine Nachfrage in einer Veranstaltung. Leider steht das nicht in seinen Gutachten. Aber zu dieser Frage hatte er vom Bürgermeister auch keinen Auftrag bekommen.
Mehr zu Dr. Bauer's Hinweisen zur Überlebenschance der Innenstadt steht hier: http://nachrichten-oederan.dklh.de...hp?id=1844

Bei Bedarf ist Dr. Bauer auch schon mal vergesslich, wenn es dem Bürgermeister und Edeka hilft. In seinem letzten Gutachten zur "Integrierten Lage" des Edeka-Marktes an der Freiberger Straße hat Dr. Bauer den wichtigsten Punkt vergessen: Sind dort Infrastruktureinrichtungen vorhanden? Die richtige Antwort "nein" würde der Verlegung des Edeka-Marktes im Wege stehen.

Eine unrühmliche Rolle spielt auch der Dritte im Bunde: Dr. Eddy Donat von der Beratungsfirma CIMA. Unter seiner Federführung entsteht seit 2010 das Oederaner Zentrenkonzept.

Wider besseres Wissen verpasst er der Kleinstadt Oederan 4 Handelszentren. Sein Fachverstand weiß, Oederan verträgt nur 1 Handelszentrum, nämlich die Innenstadt. So hat dies Dr. Donat in anderen Zentrenkonzepten empfohlen. Aber das passt nicht ins Edeka-Konzept. Nur wenn die Freiberger Straße Handelszentrum ist, könnte eine Verlegung des Edeka-Marktes dorthin gelingen.

Aber für Edeka legt sich Eddy Donat noch mehr ins Zeug. Mit seinem Geheimpapier "Verträglichkeits-Kurzcheck" hat er dem Bürgermeister geholfen, den Stadtrat vom Standort Freiberger Straße für Edeka zu überzeugen. Das Papier muss er mit Hilfe von Edeka geschrieben haben, denn dort stehen interne Zahlen von Edeka drin.

Die Empfehlung von CIMA-Berater Donat, die größte Handelsfläche an den Stadtrand zu verlegen, steht im besonderen Kontrast zu seiner Funktion als Projektleiter des sächsischen Wettberwerbs "Ab in die Mitte". Vielleicht ist ihm in Oederan der Unterschied zwischen "Ab in .." und "Raus aus .." entfallen.
Übrigens nach 2011 ist es ihm gelungen, Edeka als Sponsor für den Wettbewerb zu gewinnen.

 

Am Ende stellt sich die spannende Frage: "Was hat Bürgermeister Steffen Schneider wirklich bewogen, sich gegen seine Stadt zu stellen und für Edeka zu kämpfen?" Sind es die paar Warenregale mehr im neuen Edeka-Markt? Rechnet er mit ein paar Euros mehr für den Stadtsäckel durch den Mehrumsatz von Edeka am Stadtrand? Und ist ihm der Schaden für die Innenstadt gleichgültig? Es bleibt wohl sein Geheimnis.

Offensichtlich ist sein Engagement für Edeka, begleitet durch einige trickreiche Aktionen.
Dazu finden Sie mehr mit einem Klick auf folgenden Artikel der Web-Nachrichten: http://nachrichten-oederan.dklh.de...hp?id=1865

Klaus Klein

Eingetragen von KKL

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Bürgermeister Schneider - Nr. 1 gegen Oederan