27.11.2011

Sucht-Syndrom in Schilda?

Wenn Alkoholiker ihr Problem erkennen, nehmen sie sich fest vor, nicht mehr zu trinken. Doch der erste Schluck aus der Pulle führt zum Rückfall.

Diesem Bild ähnelt das Verhalten der Oederaner Stadtverantwortlichen:
Sie haben sich fest vorgenommen, etwas für die Innenstadt zu tun. Sie waren auch beim (Sucht-)Berater Dr. B. und haben seinen Vorschlag übernommen - nur die Innenstadt darf Handelszentrum sein.
Doch dann hat einer die Edeka-Pulle wieder auf den Tisch gestellt und alle guten Vorsätze waren dahin. Plötzlich war die Innenstadt nicht mehr wichtig und man hat beschlossen, das Handelszentrum kommt an den Stadtrand.

Die Pulle muss hochprozentig gewesen sein, denn beide Vorhaben stehen in einem Beschluss.

Bei Suchtkranken ist dieses Syndrom typisch, aber man kennt die Ursache.

Um im Bild zu bleiben: Der Drogen-Produzent für die Oederaner Stadtverantwortlichen ist bekannt, auch der Dealer hat sich mit einem Werbevideo geoutet. Unklar ist, welche Verlockungen haben die Zustimmer süchtig gemacht und was bekommt der Dealer dafür?

Klaus Klein

PS: Die Erfolgsaussichten einer Suchttherapie sind eher gering.

Eingetragen von KKL

Kommentare

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Harald Heidenreich - 16.12.2011 - 09:17

Suchtberatung

Hilfe für Suchtkranke ist sehr schwer. Der Süchtige erkennt seine Sucht meistens nicht und will sich daher nicht helfen lassen.
Aber wenn seine Mitmenschen nicht immer wieder, auch in oft aussichtslosen Situationen, ihm immer wieder Hilfe anbieten, kann Gefahr für das gesamte Umfeld entstehen.
So gesehen bedaure ich die Entscheidung zur Einstellung der Webnachrichten. Sicherlich haben viele Oederaner ein mehr als gutes Selbstbewußtsein verbunden mit der Fähigkeit über aller Kritik zu stehen.
Ein öffentliches Medium wie die Webnachrichten haben aber das Zeug dazu, dennoch Dinge anzusprechen und in ein breiteres Bewußtsein zu bringen. Über Hintergründe aufgeklärte Leser und Bürger treffen dann vielleicht zur nächsten Gemeindewahl eine andere Entscheidung.
Noch haben die Beschlüsse noch keine körperliche Gestalt angenommen, stehn nur auf dem Papier und könnten zumindest von den Wählern -, per Widerspruchsverfahren, auch per Montagsdemo - gekippt werden. Nur Bedarf es dazu eines lokalen Mediums um alle Infomationen auch an den Bürger zu bringen.
mfg Harald Heidenreich - HUMANwirtschaft