31.10.2011

Klein-Erzgebirge und die Tourismusbemühungen: sinkende Besucherzahlen und Bollerwagen

In diesem Jahr kamen deutlich weniger Besucher in den Oederaner Miniaturpark, berichtete der Geschäftsführer Horst Drichelt der Freien Presse und ergänzt dort: „Das Jahr 2011 hätte gar nicht besser laufen können.“ Wie soll man das verstehen?

Weiterhin werden die Vertriebsbemühungen des Miniaturparks in der Freien Presse aufgezählt:

>> Mit ausgewählten Modellen war man auf Tourismusmessen vertreten in Berlin, Dresden und Halle sowie auf der Motorradmesse in Leipzig.

>> Neu: Sechs Bollerwagen für Familien mit kleinen Kindern werden bereit gestellt bis 6. November für Streifzügen durch das herbstliche Oederan.

>> Das Adventsprogramm "Glanzlichter" wird angeboten - einige Miniaturen sind an den Advents-Wochenenden festlich beleuchtet und im Ausstellungsgelände wird es einen kleinen Weihnachtsmarkt geben.
Über das Zusammenwirken des Miniaturparks mit dem Oederaner Weihnachtsmarkt war in der Freien Presse nichts zu lesen.

Diese Vertriebsbemühungen haben eine Stabilisierung der Besucherzahlen verfehlt. Wer jedoch mit sinkenden Besucherzahlen sehr zufrieden ist, wird seine Vertriebsstrategie nicht überdenken. Das wäre jedoch notwendig, um zu überleben - denn nur mit steigenden Besucherzahlen ist dies erreichbar.

Wenn die meisten Besucher des Miniaturparks aus den Regionen rund um die Städte Leipzig, Döbeln, Dresden und Bautzen kommen – wie die Freie Presse schreibt, dann ist Mundpropaganda das beste Mittel neue Besucher zu bekommen.

Dafür muss der Besuch im Miniaturpark ein echtes Erlebnis sein, über das der Gast seinen Bekannten erzählt. Leider ist das Gebotene kein Erlebnis, wie wir bereits im Artikel vom 11. September erläutert haben: http://nachrichten-oederan.dklh.de...hp?id=1679

Ein Plus für die Besucher des Klein-Erzgebirge ist ein Besuch in der Stadt; dafür benötigen die Bollerwagen jedoch einen Stadtführer als Begleiter; dann wird der Oederan-Besuch zum echten Erlebnis. Gästebetreuer statt Faltblätter sind gefragt, wenn die Besucherkurve wieder nach oben zeigen soll. Andere Miniaturparks bekommen das hin – mit anderer Marketingstrategie, ein Beispiel: www.miniwelt.de/

Klaus Klein

Eingetragen von KKL