23.10.2011

Annen-Medaille 2011 für Petra Kröner, Vorsitzende des Oederaner Hospiz- und Palliativdienstes

Mit der Annen-Medaille werden diejenigen öffentlich gewürdigt, die sich tagtäglich in einem besonderen Maße ehrenamtlich engagieren. Jährlich können bis zu zwanzig Bürger aus dem gesamten Freistaat die Auszeichnung erhalten. Kirchen, Wohlfahrtsverbände und Kommunal-verwaltungen machen entsprechende Vorschläge. Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin „Anna von Sachsen“ (1532 –1585) gestiftet. Sie wird dieses Jahr zum 17. Mal verliehen.
Mehr unter: www.dresdnerblaettl.de/2007/03/0101.htm

Die Annen-Medaille 2011 erhielt Petra Kröner, Vorsitzende des Oederaner Hospiz- und Palliativdienstes "Begleitende Hände"

Die Freie Presse stellte die Geehrte vor: "Petra Kröner liebt das Leben, lacht sehr gern und ist doch voller Gegensätze. Die Frau, die ihre Haar meist zu zwei lustigen Zöpfen geflochten hat, beschreibt sich selbst als rastlosen und unruhigen Menschen - kann andererseits wiederum Ruhe geben."

Die 50-Jährige Petra Kröner gehörte 2006 zu den sieben Gründungsmitgliedern des Vereins; heute arbeitet sie als ehrenamtliche Trauerbegleiterin und ist Vorsitzende des Vereins.

Die Stadt Oederan hat sie für diese Auszeichnung mit der Annen-Medaille vorgeschlagen. Die rund 100 Mitglieder des Oederaner Vereins haben ein 1,5-Millionen-Euro-Projekt angeschoben; die ehemalige Villa des Fabrikanten Schuster in Oederan wird für zehn Schwerstkranken als Hospiz eingerichtet, obwohl der Freistaat keine Fördermittel bereit stellt.

Weiter beschreibt die Freie Presse Petra Kröner: "Die examinierte Altenpflegerin galt bei ihren Mitschülern als ruhig und äußerst zurückhaltend. Dass sie einmal als Präsidentin des Tolleranten Narrenclubs Langenau in Erscheinung treten würde, das hat mancher in den elf Jahren ihrer Vorstandsarbeit nicht fassen können. Sie seien eine lustige Truppe, schwärmt sie. Dort habe sie die Erfahrung gemacht, dass Lachen befreiend sein kann."

Ihr Vorbild sei Melitta Gollub, ihre Großmutter mütterlicherseits, gewesen - eine weise Diakonissenschwester. Von ihr habe sie wohl den Gerechtigkeitssinn und den Drang geerbt, anderen helfen zu wollen, berichtet weiter die Freie Presse.

Eingetragen von KKL

Bildergalerie

Kurfürstin Anna von Sachsen (1532 bis 1585)