11.09.2011

Dem Oederaner Tourismus-Leuchtturm fehlt ein Konzept für die Zukunft - Umdenken ist dringend notwendig

Der Miniaturpark Klein-Erzgebirge hat schwere Zeiten durchgemacht. Ist Besserung zu erwarten? Ein subjektiver Blick offenbart grundsätzliche Mängel.

Dem Angebot fehlt der Blick auf die Gäste; der Besucher kommt sich verloren und nicht abgeholt vor; er kann kaum einprägsame Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Als Gast steht er abseits, nicht im Mittelpunkt.

Diese Quintessenz ziehe ich aus einem persönlichen Besuch in der Ausstellung im Frühjahr diesen Jahres; hier ein paar Eindrücke:

> Beim Eintritt ins Klein-Erzgebirge wurde ich nicht begrüßt, wie ich es von Hotels kenne oder wie es inzwischen auch Museen machen; stattdessen musste ich durch eine Luke den Kauf der Eintrittskarte bei einer versteckten Kassiererin ersuchen.

> Keiner hat mich auf eine Führung verwiesen oder noch besser zu einer Führung durch die Ausstellung eingeladen; statt persönlicher Ansprache ein Meer von Schildern.

> Nach meinem Rundgang blieb der Eindruck, viel gesehen zu haben, aber ohne starke Erinnerungen. Einzig das Verschieben der Moster Kirche blieb hängen; meine Erinnerungen an andere Museen sind stark, wenn ein Führer mir das Wichtigste gezeigt und dazu Unterhaltsames erzählt hat – zuletzt im Panometer in Dresden.

> Den Getränkebonus und den Einkaufsbonus, die ich beide mit der Eintrittskarte bekam, habe ich erst später entdeckt. Ein Hinweis darauf hätte mich vielleicht ins Haus am Klein-Erzgebirge gelockt, um ein Getränk zu nehmen oder Volkskunst zu kaufen.

> Ich hätte mich bestimmt an einen interessanten Besuch in Oederan erinnert, wenn mir jemand die weiteren Vorteile der Eintrittskarte am Eingang schmackhaft gemacht hätte und mir die damit verbundenen "Geschenke" erläutert hätte: Stadtführung, Besuch im WebMuseum und den Einkaufspass für preiswerte Einkäufe in der Stadt.

Gesprochen hat niemand mit mir, ich hätte es mir erlesen können. Aber welcher Tourist macht das schon; die meisten sind unterwegs, um unterhalten zu werden, gemütlich einzukehren und günstiges oder ausgefallenes einzukaufen. Wenn dem Tourist solches angeboten wird, hat er eine starke Erinnerung und erzählt es weiter, macht Mundpropaganda.

Im "Gäste-Empfangen" können sich das Klein-Erzgebirge und Oederan als Touristenstadt verbessern, ohne viel Geld zu investieren; ein paar gastfreundliche Hostessen oder Touristenbetreuer könnten es richten und die Touristen würden es dankbar aufnehmen.

Der dramatische Rückgang der Besucher im Klein-Erzgebirge ist mit dieser Form des Angebotes und der Gästebetreuung nachvollziehbar.

Ähnliches gilt für die Zusammenarbeit des Klein-Erzgebirge mit den sonstigen touristischen Angeboten in Oederan: Wenn ein touristisches Gesamtangebot über Jahre verhindert und damit den Gästen ein Tagesprogramm in Oederan vorenthalten wird, darf sich niemand wundern, wenn das Interesse der Touristen am Klein-Erzgebirge auch deshalb zurückgeht.

Klaus Klein

Eingetragen von KKL

Kommentare

antworten

asmicsc1swzn - 02.07.2016 - 10:28

kq674rdb

http://clindamycin-hcl-300-mg.eu/ - clindamycin hcl 300 mg buy http://effexorxr.top/ - link http://clonidine-online.top/ - clonidine online http://buy-atarax.party/ - citation http://buyamoxil.download/ - amoxil http://buy-suhagra.in.net/ - suhagra http://buyventolin.eu/ - ventolin evohaler