02.12.2010

Kapitale Fehlentscheidung - Stadtrat Klaus Büttner erläutert seine Entscheidung gegen den neuen Edeka-Markt

Am Donnerstag, den 25.11.2010 hat der Stadtrat mit 10 zu 5 Stimmen beschlossen, den Standort Aldi um einen EDEKA–Großmarkt mit 1.500 m² Verkaufsfläche zu erweitern.

Ich halte dies für eine kapitale Fehlentscheidung des Stadtrates, welche in den nächsten Jahren dramatische Auswirkungen auf die Geschäfte und somit das Leben in der Innenstadt haben wird.

Folgerichtig ist, dieser EDEKA-Großmarkt wird gemeinsam mit ALDI viele Menschen anlocken. Er ist an der B173 gut gelegen und wird genügend Parkplätze besitzen. Der Markt bietet, bei einem fast doppelt so großen Warenangebot als bisher, bestimmt ein gutes Einkauferlebnis für jene, die ein Auto haben und den Markt erreichen können.

Was ist aber die andere Seite der Medaille?
Für die Händler in der Innenstadt wird es wirtschaftlich sehr, sehr eng werden.

Wenn die Menschen ihre Einkäufe an der Freiberger Straße erledigen, wozu sollen sie noch in die Stadt gehen? Dort draußen gibt es doch dann alles: Lebensmittel, Schreibwaren, Haushaltswaren, Kurzwaren, Elektroartikel, Drogerieartikel, Zeitschriften und vieles mehr.

Und in der Stadt?
Wo keine Leute sind, da ist auch kein Geld,
wo kein Geld ist, ist kein Handel,
wo kein Handel ist, ist kein Leben!

Das ist doch nun wirklich nichts Neues, liebe Stadtratskollegen.

Ergebnis: Das Geschäftesterben in der Innenstadt wird sich dramatisch beschleunigen. Noch mehr Schaufenster stehen leer und sehen uns wie tote Augen an. Die Hauseigentümer erhalten für ihre leer stehenden Räume keine Miete mehr und werden somit auch an ihren Häusern keine Werterhaltung durchführen können. Das heißt, die Innenstadt wird zunehmend veröden.

Vielleicht werden wieder wie zu DDR-Zeiten Garagen in die leer stehende Geschäftsräume gebaut? Na Bravo!

Ist dies der Preis, den Oederan und seine Einwohner für einen EDEKA-Großmarkt außerhalb der Stadt, an der Freiberger Straße, bezahlen wollen?
Brauchen die Oederaner Einwohner diesen zusätzlichen Großmarkt überhaupt?
Wer hat überhaupt einen Nutzen davon? Oederan und seine Einwohner oder EDEKA?

Aus diesen Gründen habe ich gegen den Standort gestimmt.
Leider haben meine Argumente und die von noch 4 anderen Stadtratskollegen die 10 Zustimmer nicht erreicht.

Oederan, wohin gehst du ?

Klaus Büttner
Stadtrat / Freie Wähler

 

Mehr zum Thema unter dem Titel "Kopflos - Stadtrat widerspricht sich selbst - Aus für Handel in der Innenstadt": http://nachrichten-oederan.dklh.de...hp?id=1306

Die Web-Nachrichten bitten auch die zustimmenden Stadträte um die Erläuterung ihrer Entscheidung.

Eingetragen von KKL

Kommentare

antworten

Donaldoxilm - 18.02.2018 - 08:28

fisher and paykel healthcare

Geschrieben von Oederanerin am 10.12.2010 - 15:30

Ich finds gut, ......... xxxxxxxxx ...

center for reproductive medicine and infertility www.gokhabri.com/kambala-festival-cheer/ estrogen pills side effects

antworten

Byronboaxy - 14.02.2018 - 19:36

questions doctors ask patients

Geschrieben von Oederanerin am 10.12.2010 - 15:30

Ich finds gut, ......... xxxxxxxxx ...

cheapest place to buy viagra online www.wilsonstandard.com.hk/be-my-guest/ http://thechildfreechoice.org/nota...men/woolf/ http://spotkania.uw.edu.pl/sii/ http://gbooks2.melodysoft.com/app?...no&DOC=646 http://times.prestigenigeria.com/g...ito-matic/ http://amazonia.fiocruz.br/index.p...e-artigos/ http://foundmediagroup.com/portfolio/ www.nxgonline.co.uk/mura-masa-aro...desiigner/ nexus 10 32gb tablet from google

antworten

Viktor Richter - 16.12.2010 - 18:12

Re: Heißt der “ Richard Hofmann Stift” jetzt “Fritzenhof” ?

Geschrieben von Franz Baier am 14.12.2010 - 19:30

Die Diskussion, um den Erhalt der kleinen und mittelständigen Unternehmen in Oederan ist ehrenhaft. ...

Sehr geehrter Herr Baier,
Ihre Frage ......... xxxxxxxxx

Hinweis vom Herausgeber an Viktor Richter:

Wer andere kritisiert, muss hier seinen richtigen Namen nennen. Heckenschützen sind nicht erwünscht.

Anonyme Kommentare lassen wir nicht mehr zu. Daher ist der Kommentar gelöscht.
Siehe auch: http://nachrichten-oederan.dklh.de...hp?id=1259
http://nachrichten-oederan.dklh.de...hp?id=1297

Wenn der Autor mir seinen wahren Vor- und Zunamen über eine Email mitteilt (an den Herausgeber, Link siehe rechte Spalte), werde ich den Kommentar wieder einstellen.

Klaus Klein
Herausgeber

antworten

Franz Baier - 14.12.2010 - 19:30

Heißt der “ Richard Hofmann Stift” jetzt “Fritzenhof” ?

Die Diskussion, um den Erhalt der kleinen und mittelständigen Unternehmen in Oederan ist ehrenhaft. Deshalb muss ich in diesem Zusammenhang nochmals an den geplanten Verkauf der Richard-Hofmann-Stift gGmbH erinnern.
Ich verstehe nicht, dass ein städtisches Unternehmen, dass sich in der Pflege und dem würdevollen Umgang mit älteren Menschen schon viele Jahre einen guten Ruf erarbeitet hat, an einen großen Investor verkauft werden soll.
Ich komme zwar aus Eppendorf, habe aber schon einige Jahre guten Kontakt zum Stift, da auch viele ehemalige Eppendorfer sich bewusst für dieses Heim entschieden haben.
In letzter Zeit verwirrt mich, dass Mitarbeiter des Hofmann Stiftes mit einem Auto unterwegs sind, welches die Aufschrift der Führergruppe und des Fritzenhofes trägt.
Bedeutet das, dass das Pflegeheim schon einen neuen Eigentümer hat und dass der Name in Fritzenhof geändert wurde ? Wenn nicht, dann bin ich enttäuscht wie man mit einem solchen fahrenden Werbeplakat, Werbung für die Konkurrenz machen kann.
Haben die Oederaner Verantwortlichen weder Stolz noch Traditionsbewußtsein - schließlich wurde durch gestiftetes Vermögen eines Oederaner Unternehmers die Grundlagen für die Altenpflege in Oederan geschaffen.

antworten

Michael Richter - 07.12.2010 - 12:09

Die kleinen Händler aus Stadtmitte

Jahrelang hört man von den kleinen Privathändlern die Worte "Frau Schellig nimmt uns die Kunden weg, und macht mit Ihrem Sortiment unseren Umsatz kaputt". Es könnte doch für die Privaten nichts besseres geben, wenn die EDEKA umzieht. Dann besuchen die Laufkunden auch mal den Süßwaren- oder Blumenladen, wenn Sie es nicht den Friedhofsberg raus schaffen.

Aber natürlich brauchen die Bürger der Stadt Oederan Lebensmittel, und des öffteren auch den ein oder anderen Haushaltsartikel. Aber diese sind in der Stadt leider nicht zu finden. Warum eigentlich nicht?!? Es gibt doch genug Verkaufsräume. Gespickt mit unzähligen Bäckereien, Fleischereien, Uhren und Schmuckläden, Blumenläden, Fastfoodläden, etc. Wo sind denn die kleinen Haushaltswarenläden, BHG´s, Konsums??? Warum diskutiert man bei Stadtratssitzungen nicht über solche Dinge, Herr Büttner?

Aber in Oederan eine eigene Existenz aufzubauen ist ja auch nicht gerade einfach. Anstatt dem Händler ein Starkapital zu geben, wird für den Verkaufsraum, die Miete, etc. erstmal ordentlich zur Kasse gebeten.

Alles, was Sie dort oben über die "kleinen Händler" geschrieben haben, widerspricht sich doch, Herr Büttner.

Ich zweifle im Moment sehr an Ihrer Kompetenz. xxxxx (bitte keine persönlichen Angriffe. Herausgeber)

antworten

Gernot Krasselt - 04.12.2010 - 22:22

Neuer Edeka-Markt für Oederan



Neuer größerer Edeka-Markt für Oederan

Als Vorgänger im Amt des Bürgermeisters habe ich Entscheidungen des Stadtrates seit meinem Ausscheiden (31.07.08) bisher offiziell weder bewertet noch kommentiert.
Im Falle des Stadtrats-Beschlusses vom 25.11. Baurecht für einen neuen nicht im Zentrum der Stadt liegenden Lebensmittelmarkt (nahezu doppelt so groß wie alle bisher bestehenden) zu schaffen, handle ich entgegen dieser Maxime.
Der Grund dafür ist, dass ich mir um die bisherige auch mit viel Geld aus dem städtischen Haushalt finanzierte Stadtentwicklung große Sorgen mache, wenn der genannte Beschluss zur Umsetzung kommt. Auch will ich daran erinnern, dass die Bauherren viel persönliches Geld in die Sanierung ihrer Häuser investiert haben und ein erhebliches Risiko damit eingegangen sind, denn in den allermeisten Fällen handelt es sich Kredite die sie dafür aufnahmen und die mit Zinsen zurückgezahlt werden müssen.
Die Stadträte haben sicher nicht leichtsinnig entschieden, lag doch ein so genannter Verträglichkeits-Kurzcheck zur Verlagerung des Edeka-Marktes vor.
Diese Studie freilich halte ich keinesfalls für geeignet, eine solch weittragende Entscheidung zu treffen. Allein der bisherige Leerstand an Gewerberäumen in der Innenstadt und die seit Jahren laufenden intensiven Bemühungen, diesen zu verkleinern, zeigen wie sensibel Kaufkraft-Veränderungen hier wirken.
Was ist für die Stadt wichtig? An dieser Stelle gebe ich anderen Kommentatoren dieses Beschlusses recht. Es geht um unsere Innenstadt mit ihren Gewerbetreibenden, um möglichst breit gefächerte Angebote an möglichst vielen Standorten, um eine Stadt, die noch Leben in sich hat aber auch um kurze Wege der Bewohner.
Der Edeka-Konzern hat seine Entwicklungsziele und Umsatzvorgaben und nimmt dabei verständlicherweise auf Oederan keine Rücksicht. Das muss umgekehrt allerdings auch gelten.
Für Oederan sind gute Angebote am richtigen Standort wichtig, nicht welcher Konzern diese unterbreitet.
Sollte Edeka schließen, falls die Stadträte einem neuen, vergrößertem Standort für Edeka kein Baurecht erteilen und sich tatsächlich auch kein anderer Lebensmittelanbieter für die Stanze findet, so gibt es beispielsweise auch die Falkenauer Lösung – einen Bürgerkonsum. Was die Falkenauer erreicht haben sollte uns doch auch möglich sein.
Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte überdenken Sie bitte im Interesse unserer Stadt nochmals Ihre Entscheidung.


Gernot Krasselt

antworten

Harald Heidenreich - 03.12.2010 - 09:28

Was ist mit Oederan nur los

Mit erstaunen und erschrecken habe ich die Artikel zum Edeka-Markt gelesen. Was soll noch ein Markt auf der grünen Wiese. In der Stadt ist immer mehr tote Hose und am Rand ... ?
Aufgabe der Stadträte ist es, zum Wohle der Bürger und nicht im Interesse von Handelsketten zu entscheiden. Eine lebendige Innenstadt würde dem Wohle entsprechen. Die Zertörung der Landschaft durch unnötige Bauten nicht. Der Spruch Konkurenz belebt das Geschäft gilt ja wohl nur bei gleichstarken Konkurenten, zwischen dem Oederaner Einzelhandel und den Handelsketten ist das Verhältnis jedoch nicht gewahrt. Also bleiben welche auf der Strecke. Und wer wird das sein? Kann die Stadt so leicht auf die Steuern der Händler verzichten?
Interessant wäre jetzt, wie bindend ist der Beschluß der Stadträte oder kann er durch einen neuen Beschluß aufgehoben werden. Wenn ja, sollten die Oederaner Bürger den Stadträten etwas Druck machen. Eine kleine Demo auf dem Markt zur nächsten Stadtratssitzung wäre ein Anfang. Was die in Stuttgart können, können wir doch auch.
mfg