25.11.2010

Wie verträgt sich Meinungsfreiheit mit unseren Kommentarregeln

Kommentare in den Web-Nachrichten müssen mit richtigem Vor- und Familienname versehen werden, andernfalls werden diese gelöscht.

Dies stößt auf heftige Ablehnung bei einigen Lesern. Die einen sehen sich in die DDR-Zeit versetzt und andere sehen hier einen Verstoß gegen die Meinungsfreiheit, die das Grundgesetz garantiert.

Die meisten Aufreger sind hier zu lesen: http://nachrichten-oederan.dklh.de...hp?id=1259

Auch Carl Napf und Hugo Haschke - die vielschreibenden, anonymen Kommentariker der Web-Nachrichten - haben das Recht auf Meinungsfreiheit. So können sie eine eigene Nachrichten-Plattform ins Internet stellen und so ihre Meinung über Oederan kundtun. Für beide gilt auch, dass das Recht auf Meinungsfreiheit dort seine Grenzen hat, wo andere Rechte verletzt werden. So ist das Recht der persönlichen Ehre zu beachten.

Im Rechtsstaat Deutschland regelt dies der Paragraph 5 des Grundgesetzes. Demnach darf jeder seine Meinung äußern, wenn er die gesetzten Schranken beachtet. Hier der Text von Paragraph 5: www.artikel5.de/

Damit soll einerseits der Bürger gegen Verunglimpfungen und andererseits seine Meinung gegen Einschränkungen und Zensur des Staates geschützt werden.

Die Meinungsfreiheit unterbinden vor allem Diktaturen. Genau das hat die SED-Diktatur in der DDR gemacht. So wurde der Empfang von Westsendern unter Strafe gestellt und das Zeitungsmonopol lag beim Staat. Mehr zur Zensur in der DDR kann hier nachgelesen werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Zensu...in_der_DDR . Die SED-Diktatur hätte die Web-Nachrichten nicht zugelassen. Vielleicht erklärt dies die Zurückhaltung der Partei "Die Linke" auf unserer Plattform.

In der Bundesrepublik besteht Meinungsfreiheit und daher wird keiner Zeitung vorgeschrieben, welche Nachrichten zu veröffenlichen und welche Leserbriefe abzudrucken sind. Das legen Redaktion und Herausgeber fest und nicht die Leser. Das gilt auch für eine Internet-Zeitung.

Welche Kommentare im Internet zugelassen werden oder nicht, legt ebenfalls die Redaktion fest. Das Löschen "bedenklicher Kommentare" ist bei Online-Zeitungen üblich. Der Verantwortliche der Online-Zeitung haftet sogar dafür, dass Personen durch Artikel oder Kommentare nicht in ihrer Ehre verletzt werden.

Mir ist kein deutsches Recht bekannt, nach dem anonyme Kommentare auf einer Internet-Plattform zugelassen werden müssen. Das Internet ist durch den weltweiten Zugriff an sich anonym. Wer in China kennt schon Carl Napf. Daher ist es im Internet üblich geworden, sich mit einem frei geählten Benutzernamen anzumelden und damit seinen Beitrag abzuzeichen. Dieses Verfahren ist aber nicht verpflichtend.

Im Dorf Oederan kennt jeder jeden. Wer sich hier nicht traut, seinen Kommentar mit seinem Namen zu versehen, hat etwas zu verbergen oder will nicht für seine Meinung einstehen. Anonym andere Bürger zu kritisieren, ist in den Web-Nachrichten nicht erwünscht. Daher die restriktiven Kommentarregeln.

Wir wollen eine offene und ehrliche Diskussion wie bei einer Versammlung. Dort erscheint keiner mit Burka und spricht mit verstellter Stimme.

Klaus Klein
Herausgeber

Eingetragen von KKL

Kommentare

antworten

Klaus Klein - 29.11.2010 - 08:59

Re:

Geschrieben von S. R. am 29.11.2010 - 00:38

Ich glaube mit dieser Argumentation haben Sie die Kommentarfunktion auf dieser Seite zu Grabe ...

Keiner muss eine Mail an den Herausgeber schicken. Kommentare mit richtigem Vor- und Zunamen werden nicht gelöscht.

antworten

S. R. - 29.11.2010 - 00:38

Ich glaube mit dieser Argumentation haben Sie die Kommentarfunktion auf dieser Seite zu Grabe getragen.

Niemand wird eine "Mail an den Herausgeber" schreiben, selbst wenn Er oder Sie den Kommentar für persönlich wichtig halten. Das ist doch einfach nur umständlich.
Sie sehen doch, dass bisher alle neuen Kommentare von Ihnen gelöscht werden "müssen", da sich niemand an Ihre aufgetragenen Spielregeln hält. Solange es nicht in der Eingabemaske Pflicht ist, mit eindeutigen Vor- und Nachname zu schreiben, werden hier immer Pseudonyme von den Besuchern verwendet.

Ich glaube auch nicht, dass Sie der Seite und den Besuchern einen Gefallen tun, wenn Sie permanent die Kommentare löschen. Das läßt man sich einmal gefallen bzw. akzeptiert das, ein zweites Mal kommt der Besucher garantiert nicht wieder. Ob Sie dann die Seite letzten Endes nur noch für sich betreiben wollen, müssen Sie entscheiden?!

Darf ich mal fragen, mit welchen CMS Sie diese Seite hier verwalten?

MfG
S. Rothe